Die Geschichte von Feng Shui
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Die Schrift über den klassischen Wasser Drachen - geschrieben um 600 AD
- ist eine der frühesten belegten Studien über Feng Shui. Diese Ausbildungsrichtung
von Feng Shui wird im allgemeinen als " Wasser-Drachen" oder auch
" Wasser"- Feng Shui bezeichnet. Wasser Feng Shui befasst sich mit
dem Fluss des Wassers in bzw. um ein Gebiet.
Frühere Quellen für Geheimlehren als Vorläufer des Feng Shui
im alten China:
Die erste chinesische Herrscherdynastie war angeblich die "Hsia"
oder "Xia", die - bislang ohne Bestätigung durch archäologische
Funde auf den Zeitraum von 2205-1766 BCE datiert wird. Die zweite Dynastie,
die "Shang"-Dynastie (1766-1123 BCE) hatte nach den archäologischen
Funden eine Fülle von Inschriften auf Knochen und Schildkrötenpanzern
hinterlassen. Diese Inschriften waren bereits in Übereinstimmung mit den
Weissagungsmethoden späterer Perioden gefertigt worden. Es wird davon ausgegangen,
dass diese frühen "Wahrsager" der Yin-Yang-Schule entstammen,
die sich aus den Anhängern der geheimen Lehren gebildet hatte, welche weithin
als "Fang Shih" oder "Praktizierende der geheimen Künste"
bekannt waren".
Diese "geheimen Künste" ließen sich später in 5 Gruppen
einteilen:
1.Astrologie - nach Überlieferungen aus der Han-Dynastie: "...dient
dazu, die 28 Konstellationen zu erfassen und den Verlauf der 5 Planeten sowie
von Sonne und Mond zu bestimmen, um so die Manifestationen von Glück und
Unglück vorhersagen zu können.
2. Almanachs (Jahrbücher/Kalender) - "dienen dazu , die Jahreszeiten
in der exakten zeitlichen Reihenfolge zu erfassen, die Zeiten für Tagundnachtgleiche
und die Sonnenwende zu bestimmen, sowie die Übereinstimmungen hinsichtlich
Sonne, Mond und der 5 Planeten und dabei die Realitäten von Kälte
und Hitze, Leben und Tod zu untersuchen....Durch diese Kunst werden sowohl das
Elend von Katastrophen wie auch das Glück des Wohlstandes sichtbar.
3.Fünf-Elemente-Lehre
4.Spezielle Weissagung mittels den Stengeln einer stark reichenden Wasserpflanze
in Verbindung mit einem hohlen Schildkrötenpanzer oder den Schulterknochen
eines Ochsen, welches die beiden Hauptmethoden der Weissagung im frühen
China waren . Die Stengel wurden so benutzt, dass sie numerische Kombinationen
ergaben, die einen Bezug zum I Ching (auch als I-Ging bekannt o. Buch der Veränderungen)
und entsprechende Interpretationen erlaubten.
5.Diverse weitere Weissagungslehren ohne Bezug zum I-Ching.
6.Formen-Lehre, inkl. Physiognomie und den Inhalten, die später
als Feng-Shui bekannt wurden. In der Blütezeit des Feudalsystems
während der ersten Jahrhunderte der Chou-Dynastie hatte jedes aristokratische
Haus seine eigenen Experten für die Geheimlehren, die man vor jeder geplanten
wichtigen Maßnahme konsultierte. Mit dem Schwinden des Feudalsystems verloren
viele jener Experten ihre Posten und zerstreuten sich über das Land, wo
sie ihre Praktiken für und im normalen Volk anboten. Sie wurden dann als
die "Fang Shih" oder als "Praktizierende der
geheimen Künste" bekannt.
Etwa in der Zeit um 840 - 888AD hat der kaiserliche Feng Shui Meister und Chinesische
Gelehrte Yang Yun Sung als Erster ein Feng Shui Buch herausgegeben, das auf
landschaftlichen Merkmalen basiert. In diesem Buch beschreibt er die wundervollen
Hügel und Berge von Gui Lin, welches heute ein beliebtes Ausflugsziel für
Touristen in China darstellt.
Nachdem er lange der kaiserlichen Führungsriege gedient hatte, begann
er schließlich den normalen Leuten zu helfen. Diese Hilfe ist es, was
das vordringliche Ziel jedes guten Feng Shui Praktikers ausmachen sollte. In
der Tat, wenn ein Haus untersucht wird, geht es um vordringlich um das persönliche
Wohlbefinden der Bewohner und erst in zweiter Linie um Dinge wie Wohlstand.
Wenn die Bewohner aufgrund einer schlechten Raumsituation und anderer Feng Shui
Aspekte häufig krank werden oder ständig Beziehungsprobleme haben,
kann Wohlstand nur zweitrangig sein.
Im 10. Jahrh. AD gründeten chinesische Gelehrte in Nord-China die sogen.
Kompaß-Schule, u.a. um die speziellen Probleme zu lösen, die bei
der Feng Shui Analyse sehr flacher Gebiete entstanden. Weil es so wichtig war,
gute Orte für Paläste, Tempel, Siedlungen und Häuser zu finden,
kombinierte man schließlich beide Methoden: Die Methodik der Formen-Schule
wurde zuerst bezogen auf die sichtbaren Merkmale der Umgebung angewandt. Die
Absicht dahinter war schlicht die systematische Erfassung sowie Begutachtung
aller Umgebungsqualitäten eines Ortes, um anschließend darüber
zu entscheiden, ob das jeweilige Merkmal gute oder schlechte Auswirkungen hat.
Der chinesische Kompaß (Luopan) wurde dann benutzt um, die Ausrichtung
des Gebietes zu messen und zu beurteilen.
Während der Zeit der Ming-Qing Dynastie (ca. 1368-1644 AD) wurden erstmals
die im heutigen Lo Pan Kompaß typischen "Ringe" entwickelt und
zwei auch aus heutiger Sicht wesentliche Bücher über die Nutzung und
den Einsatz des Lo Pan im traditionellen Feng Shui geschrieben.
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